Lebendige Quartiere – Wege aus der Einsamkeit
Einsamkeit ist eine bedeutende gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit. 14% der in Deutschland Lebenden fühlten sich 2017 einsam, 2021 waren es bedingt durch die Pandemie sogar 42% (SOEP 2017, 2021). Menschen in allen Lebensphasen können betroffen sein: Jugendliche wie Ältere genauso wie Menschen im Berufsleben oder im Übergang zum Ruhestand. Der „richtige“ Umgang mit dem Einsamkeitsrisiko entwickelt sich mehr und mehr zu einer drängenden Zukunftsfrage für unsere Gesellschaft.
Im Projekt „Einsamkeit. Neue Anforderungen an lebendige Quartiere“ (2023-2026) stehen die Quartiersebene und die gebaute Umwelt mit ihren sozialräumlichen Merkmalen im Fokus. Damit widmet sich das Projekt einem Segment, das bislang in der Einsamkeitsforschung noch wenig Berücksichtigung gefunden hat. Das Quartier ist jedoch ein entscheidender Faktor: Mit seinen städtebaulichen Strukturen und seiner infrastrukturellen Ausstattung, dem öffentlichen Raum und den Teilhabeangeboten kann es maßgeblichen Einfluss auf das Einsamkeitsgefühl nehmen und bei entsprechenden Qualitäten dazu beitragen, diesem entgegenzuwirken. Gleichzeitig ist das Quartier der Ort für nachbarschaftliche Beziehungen und ein soziales Miteinander, was soziale, kollektive und kulturelle Einsamkeit verringern kann.
Im Projekt werden verschiedene Handlungsansätze daraufhin analysiert und diskutiert, wie sich Quartiere, Nachbarschaften und das Wohnumfeld gegen Einsamkeit wappnen können. Ihre Ausgestaltung wird einem integrierten Ansatz folgen.
Einsamkeit
Zeitstrahl
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